Franziskanermuseum von Gorica

Franziskanermuseum von Gorica

Die Dauerausstellung der archäologischen Sammlung wurde im neuen Gebäude des Museumskomplexes auf etwa 350 m² Ausstellungsfläche realisiert. In der Ausstellung wird anhand einer großen Anzahl von Exponaten aus der archäologischen Sammlung die kulturhistorische Kontinuität des Livnoer Feldes und der benachbarten Felder präsentiert – von den prähistorischen Perioden bis zum 16. Jahrhundert. Dabei wurde auf fachliche, bildnerische und didaktische Aspekte sowie auf einen logischen Besucherfluss geachtet.

Neben der chronologischen Abfolge wird die räumliche Anordnung durch thematische Einheiten innerhalb der einzelnen Zeitabschnitte bestimmt: Alltagsleben, Kunst, Religion und Schrift. Jede historische Epoche ist durch eine eigene Farbe gekennzeichnet: Urgeschichteerdfarben-rot; Römerzeitrot; Frühchristentumgelb-orange; Mittelalterlila. Die archäologischen Exponate werden durch illustratives Begleitmaterial und räumliche Ambiente-Rekonstruktionen ergänzt.

  • Ein Teil des illustrativen Materials wurde in Videoprojektionen umgesetzt, die mit musikalischer Untermalung als Teil der Dauerausstellung gezeigt werden. Zur Interaktion mit den Besuchern sind das Spielen eines römischen Brettspiels mit Spielsteinen sowie die Möglichkeit des Webens an einer Rekonstruktion eines prähistorischen Holzwebstuhls vorgesehen.

Die ältesten ausgestellten Exponate stammen aus dem Spätäneolithikum (Kupferzeit). Die frühe Bronzezeit ist durch Keramikfunde von Höhensiedlungen (Gradinen) geprägt. Eine besondere Ausstellungseinheit widmet sich den Funden aus einem prähistorischen Grab unter Tumulus Nr. 16 auf dem Kupres-Feld. Die Delmaten (ein illyrischer Stamm) werden durch Funde von Höhensiedlungen, Grabfunde und einen Kriegerschatz präsentiert. Mit Ankunft der Römer übernahmen die Delmaten Elemente der römischen Zivilisation. Dieser Ausstellungsteil ist in mehrere thematische Einheiten untergliedert: römisches Heer, Romanisierung, Straßen, Architektur, Tracht, Werkzeuge und Handwerk, Steinmetzwerkstätten, Epigraphik, Spiele, Kulte und Bestattungsbräuche. Das Frühchristentum wird durch Fragmente von Kirchenarchitektur und -ausstattung belegt. Als eigene Einheiten ausgestellt sind Funde, die mit dem Taufbrunnen und der frühchristlichen Liturgie, dem Alltagsleben und den spätantiken Nekropolen verbunden sind. Der Übergang von der Antike zum Mittelalter wird durch die Spitzen awarischer Pfeile markiert. Die Ankunft der Kroaten markierte den Beginn des Mittelalters. Eine besondere thematische Einheit bildet die Kirchenarchitektur mit ausgestellten Fragmenten der Kirchenausstattung. In Vitrinen werden Schmuck, Keramikgefäße, Werkzeuge und Waffen aus Gräbern gezeigt. Im Spätmittelalter besteht die wichtigste Einheit neben ausgestelltem Schmuck und Trachtteilen aus Funden aus dem Franziskanerkloster Sveti Ive in Livno vom Beginn des 14. Jahrhunderts. Eine eigene Einheit zum Spätmittelalter ist die Schrift. Einen besonderen Platz nimmt die Steinplatte mit der Inschrift des Priesters Tjehodrag aus Lištani ein, geschrieben in kroatischer Kyrillisch aus der Mitte des 12. Jahrhunderts. Mit der Ankunft der Türken, die eine neue Epoche einleitete, endet die archäologische Ausstellung als historisch-kulturelle Einheit.

Konzeptionelle Gestaltung der Ausstellung und Auswahl der Materialien:
Marija Marić Baković, Museumberaterin.

Autoren der räumlichen Konzeption, der Vitrinen und der bildnerischen Gestaltung der Ausstellung:
Marko Rogošić und Miran Palčok

 

Weitere Informationen: https://www.fmgg-livno.com/

Galerija

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